Knowhow · E-Rechnung

E-Rechnung empfangen

  • Voraussetzungen, Prozesse und Best Practices für Unternehmen
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen XRechnung und ZUGFeRD?
  • Wie funktioniert der digitale Rechnungseingang?
  • worauf sollten Unternehmen bei SAP und anderen ERP-Systemen achten?

Dabei betrachten wir nicht nur die technische Seite des Rechnungsempfangs. Entscheidend ist vielmehr ein durchgängiger End-to-End-Prozess, der den gesamten Weg vom Rechnungseingang bis zur Buchung und Archivierung umfasst. Genau darin liegt der größte Hebel für Effizienz, Transparenz und Compliance.

E-Rechnung empfangen
Prozess Empfangen, prüfen & verarbeiten
Formate XRechnung & ZUGFeRD
Integration SAP, ERP & Archivierung
E-Rechnung empfangen

Was bedeutet E-Rechnung empfangen?

Der Begriff E-Rechnung empfangen beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, elektronische Rechnungen in einem strukturierten Format entgegenzunehmen und weiterzuverarbeiten.

Seit dem 1. Januar 2025 genügt es nicht mehr, ausschließlich PDF-Rechnungen oder Papierrechnungen zu akzeptieren. Unternehmen müssen grundsätzlich in der Lage sein, strukturierte elektronische Rechnungen anzunehmen und elektronisch zu verarbeiten.

Zu einem vollständigen Rechnungseingangsprozess gehören unter anderem:

  • Annahme der Rechnung über einen definierten Empfangskanal
  • technische Prüfung der Datei
  • Validierung der Rechnungsdaten
  • Zuordnung zum richtigen Lieferanten
  • Abgleich mit Bestellungen oder Wareneingängen
  • Genehmigung und Freigabe
  • Übergabe an das ERP-System
  • revisionssichere Archivierung

Der eigentliche Mehrwert entsteht also nicht durch den Empfang selbst, sondern durch einen strukturierten und möglichst automatisierten Folgeprozess.

E-Rechnung empfangen

Was gilt überhaupt als E-Rechnung?

Seit 2025 gilt eine Rechnung nur dann als E-Rechnung, wenn sie

  • in einem strukturierten elektronischen Format erstellt wurde
  • elektronisch übermittelt und empfangen wird
  • eine elektronische Verarbeitung ermöglicht

Eine einfache PDF-Datei erfüllt diese Anforderungen grundsätzlich nicht mehr. Sie gilt umsatzsteuerrechtlich als sogenannte sonstige Rechnung.

Zu den in Deutschland gebräuchlichsten E-Rechnungsformaten gehören:

  • XRechnung
  • ZUGFeRD
  • weitere strukturierte Formate, sofern sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen

Wichtig ist dabei:

Nicht jede XML-Datei ist automatisch eine gültige E-Rechnung. Erst wenn Datenstruktur, Pflichtangaben, Geschäftsregeln und die zugrunde liegenden Spezifikationen eingehalten werden, handelt es sich um eine rechtskonforme elektronische Rechnung.

E-Rechnung empfangen

Welche Rolle spielt EN 16931?

Im Zusammenhang mit elektronischen Rechnungen fällt häufig die Bezeichnung EN 16931. Dabei handelt es sich um die europäische Norm für elektronische Rechnungen.

Die Norm definiert unter anderem:

  • welche Informationen eine Rechnung enthalten muss
  • welche Datenfelder verpflichtend sind
  • welche Geschäftsregeln gelten
  • wie Rechnungsinformationen strukturiert werden

Dazu gehören beispielsweise:

  • Verkäufer und Käufer
  • Rechnungsnummer
  • Rechnungsdatum
  • Leistungszeitpunkt
  • Rechnungspositionen
  • Steuerinformationen
  • Zahlungsbedingungen
  • Referenzen auf Bestellungen oder Verträge

Für Unternehmen bedeutet dies:

Es reicht nicht aus, eine XML-Datei öffnen zu können. Entscheidend ist, dass die enthaltenen Daten fachlich korrekt aufgebaut sind und automatisiert verarbeitet werden können. Die EN 16931 bildet damit die Grundlage vieler E-Rechnungsformate und sorgt für einen standardisierten Datenaustausch innerhalb Europas.

E-Rechnung empfangen

Wer muss seit 2025 E-Rechnungen empfangen können?

Seit dem 1. Januar 2025 müssen grundsätzlich alle inländischen Unternehmen in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen.

Dies betrifft nicht nur große Unternehmen, sondern auch:

  • kleine und mittlere Unternehmen
  • Einzelunternehmen
  • viele Kleinunternehmer
  • Freiberufler
  • Personen- und Kapitalgesellschaften

Ob ein Unternehmen selbst E-Rechnungen ausstellen muss, hängt von verschiedenen gesetzlichen Übergangsregelungen und dem jeweiligen Geschäftsvorfall ab.

Die Pflicht zur Empfangsbereitschaft gilt jedoch grundsätzlich bereits seit Anfang 2025. Unternehmen sollten dabei insbesondere prüfen:

  • Handelt es sich um einen inländischen B2B-Umsatz?
  • Besteht überhaupt eine Rechnungspflicht?
  • Greifen gesetzliche Ausnahmen?
  • Sind öffentliche Auftraggeber beteiligt?
  • Gibt es internationale Anforderungen?

Gerade international tätige Unternehmen sollten den deutschen Rechnungsempfang nicht isoliert betrachten. In vielen Ländern gelten zusätzliche Anforderungen, etwa nationale Plattformen, Clearance-Modelle oder Peppol-Netzwerke.

E-Rechnung empfangen

Gelten die Übergangsregelungen auch für den Empfang?

Diese Frage sorgt häufig für Verwirrung. Die Antwort lautet:

Nein.

Die bekannten Übergangsregelungen betreffen in erster Linie die Ausstellung und den Versand elektronischer Rechnungen. Für den Empfang gilt dagegen bereits seit dem 1. Januar 2025 die grundsätzliche Verpflichtung, E-Rechnungen annehmen zu können.

Unternehmen sollten die Übergangsfristen daher nicht als Aufschub für den Aufbau ihres Rechnungseingangsprozesses verstehen. Vielmehr bietet die Übergangszeit die Möglichkeit, bestehende Abläufe schrittweise zu optimieren und auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.

E-Rechnung empfangen

Reicht ein E-Mail-Postfach aus?

Eine der häufigsten Fragen lautet:

„Benötigen wir für den Empfang von E-Rechnungen eine spezielle Plattform oder genügt ein E-Mail-Postfach?“

Die Antwort lautet:

Für die gesetzliche Empfangsbereitschaft kann ein E-Mail-Postfach grundsätzlich ausreichen.

Damit ist jedoch noch kein professioneller Rechnungseingangsprozess aufgebaut. In der Praxis treten schnell Herausforderungen auf.

Beispielsweise:

  • Rechnungen werden übersehen
  • XML-Dateien lassen sich nicht direkt lesen.
  • Vertretungsregelungen fehlen.
  • Dubletten werden nicht erkannt.
  • Rechnungen werden manuell heruntergeladen.
  • Bearbeitungsstände sind nicht nachvollziehbar
  • Daten müssen erneut erfasst werden

Je höher das Rechnungsvolumen oder die Prozesskomplexität, desto sinnvoller wird eine automatisierte Lösung für den Rechnungseingang.

Deshalb unterscheiden sich der gesetzliche Mindeststandard und ein professioneller digitaler Rechnungsprozess deutlich voneinander.

E-Rechnung empfangen

Warum ist der Empfang erst der Anfang?

Viele Unternehmen konzentrieren sich zunächst darauf, E-Rechnungen technisch empfangen zu können. Tatsächlich beginnt die eigentliche Arbeit jedoch erst danach. Nach dem Eingang müssen unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:

  • Ist die Datei technisch gültig?
  • Handelt es sich tatsächlich um eine E-Rechnung?
  • Sind alle Pflichtangaben vorhanden?
  • Welcher Lieferant hat die Rechnung gesendet?
  • Gibt es eine passende Bestellung?
  • Wurde der Wareneingang bereits gebucht?
  • Wer muss die Rechnung freigeben?
  • Wie gelangen die Daten ins ERP-System?
  • Wie wird die Originalrechnung archiviert?

Diese Prozessschritte entscheiden letztlich darüber, ob Unternehmen lediglich die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen oder ihren Rechnungseingang tatsächlich digitalisieren und automatisieren.

Aus diesem Grund sollte der Empfang einer E-Rechnung stets als Bestandteil eines durchgängigen Procure-to-Pay-Prozesses betrachtet werden. Erst das Zusammenspiel aus Validierung, Workflow, ERP-Integration und Archivierung ermöglicht einen effizienten, transparenten und revisionssicheren Rechnungseingang.

E-Rechnung empfangen

Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen, um E-Rechnungen zu empfangen?

Grundsätzlich ist die technische Einstiegshürde für den Empfang von E-Rechnungen vergleichsweise gering. Unternehmen benötigen zunächst einen definierten Empfangskanal, über den elektronische Rechnungen entgegengenommen werden können.

Für einen belastbaren und effizienten Rechnungseingangsprozess reicht dies jedoch nicht aus. Nach dem Eingang müssen E-Rechnungen geprüft, verarbeitet, an die richtigen Fachbereiche weitergeleitet, im ERP-System verbucht und revisionssicher archiviert werden. Ein professioneller Prozess umfasst daher mehrere aufeinander abgestimmte Bausteine.

Ein definierter Empfangskanal

Lieferanten müssen eindeutig wissen, an welche Adresse oder Schnittstelle sie ihre elektronischen Rechnungen senden sollen.

Mögliche Empfangskanäle sind beispielsweise:

  • zentrales E-Mail-Postfach,
  • Peppol,
  • Lieferantenportale,
  • API-Schnittstellen,
  • E-Invoicing-Plattformen,
  • EDI-Verbindungen.

Ein zentraler Eingang reduziert Medienbrüche und erleichtert die spätere Automatisierung.

Sichere Annahme der Dateien

Bereits beim Eingang sollten Rechnungen automatisiert geprüft werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Virenprüfung,
  • Prüfung ungewöhnlicher Dateitypen,
  • Erkennung möglicher Manipulationsversuche,
  • Kontrolle unzulässiger Anhänge.

Dadurch lassen sich Sicherheitsrisiken frühzeitig reduzieren.

Format- und Syntaxprüfung

Nach dem Eingang sollte das System automatisch erkennen,

  • welches Rechnungsformat vorliegt,
  • ob die Datei technisch gültig ist,
  • ob die XML-Struktur korrekt aufgebaut wurde.

Beispielsweise kann erkannt werden, ob es sich um

  • XRechnung,
  • ZUGFeRD,
  • oder ein anderes unterstütztes Format

handelt.

Fachliche Validierung

Neben der technischen Prüfung müssen auch die Inhalte kontrolliert werden.

Typische Prüfungen betreffen:

  • Pflichtangaben,
  • Steuerinformationen,
  • Summenbildung,
  • Geschäftsregeln,
  • Referenzen,
  • Plausibilitäten.

Nur wenn technische und fachliche Anforderungen erfüllt sind, kann eine Rechnung automatisiert weiterverarbeitet werden.

Lesbare Darstellung

Da strukturierte XML-Dateien für Menschen nur eingeschränkt lesbar sind, benötigen Mitarbeitende eine verständliche Visualisierung.

Ein geeigneter Viewer oder eine Rechnungseingangslösung stellt die XML-Daten ähnlich wie eine klassische Rechnung dar und erleichtert Prüfung sowie Freigabe.

ERP-Integration und Archivierung

Nach erfolgreicher Prüfung sollten Rechnungsdaten möglichst ohne erneute manuelle Erfassung an das ERP- oder Buchhaltungssystem übergeben werden.

Ebenso wichtig ist die revisionssichere Archivierung des Originaldokuments einschließlich aller Bearbeitungsschritte.

Erst das Zusammenspiel dieser Komponenten ermöglicht einen durchgängigen digitalen Rechnungseingang.

E-Rechnung empfangen

Wie funktioniert der Empfang einer E-Rechnung?

Ein moderner Rechnungseingangsprozess besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Ein typischer Ablauf sieht folgendermaßen aus:

  1. Die Rechnung wird über einen definierten Kanal empfangen
  2. Dateiformat und technische Struktur werden geprüft
  3. Die Rechnungsdaten werden validiert
  4. Lieferant und Gesellschaft werden identifiziert
  5. Die Rechnung wird Bestellung oder Kostenstelle zugeordnet
  6. Gegebenenfalls erfolgt ein automatischer Bestellabgleich
  7. Freigabeprozesse werden gestartet
  8. Die Rechnung wird im ERP-System verbucht
  9. Das Originaldokument wird revisionssicher archiviert
  10. Der gesamte Prozess wird überwacht und dokumentiert

Ziel ist nicht lediglich der Empfang einer XML-Datei, sondern ein transparenter, nachvollziehbarer und möglichst automatisierter End-to-End-Prozess vom Rechnungseingang bis zur Zahlung.

E-Rechnung empfangen

Was ist beim Empfang einer XRechnung zu beachten?

Die XRechnung ist das in Deutschland bekannteste strukturierte E-Rechnungsformat. Sie besteht ausschließlich aus strukturierten XML-Daten und enthält in der Regel keine klassische PDF-Darstellung.

Für Unternehmen bedeutet dies:

Die Datei kann zwar technisch verarbeitet werden, Mitarbeitende benötigen jedoch häufig eine zusätzliche Visualisierung, um den Rechnungsinhalt komfortabel lesen zu können. Darüber hinaus sollte eine geeignete Lösung automatisch prüfen:

  • ob die XML-Datei technisch valide ist
  • ob die verwendete Spezifikation unterstützt wird
  • ob Verkäufer und Käufer eindeutig identifizierbar sind
  • ob Steuerbeträge korrekt berechnet wurden
  • ob erforderliche Referenzen vorhanden sind
  • ob Anlagen eindeutig zugeordnet werden können

Erst danach kann die Rechnung sicher weiterverarbeitet werden.

E-Rechnung empfangen

Was ist beim Empfang einer ZUGFeRD-Rechnung anders?

Im Gegensatz zur XRechnung kombiniert ZUGFeRD zwei Bestandteile:

  • eine PDF/A-3-Datei
  • eine eingebettete XML-Datei

Dadurch können sowohl Menschen als auch IT-Systeme dieselbe Rechnung nutzen. Für die automatisierte Verarbeitung ist jedoch der strukturierte XML-Bestandteil maßgeblich.

Eine professionelle Rechnungseingangslösung sollte deshalb:

  • PDF und XML gemeinsam anzeigen
  • das verwendete ZUGFeRD-Profil erkennen
  • die XML-Daten validieren
  • mögliche Abweichungen zwischen PDF und XML identifizieren
  • die vollständige Originaldatei archivieren

Dadurch lassen sich sowohl gesetzliche Anforderungen als auch praktische Anforderungen der Fachbereiche erfüllen.

E-Rechnung empfangen

Wie lassen sich XML-Rechnungen lesen?

Viele Unternehmen erhalten erstmals eine XRechnung und stellen anschließend fest, dass sich die XML-Datei nur schwer lesen lässt.

Das ist völlig normal.

XML wurde nicht für Menschen entwickelt, sondern für den automatisierten Datenaustausch zwischen IT-Systemen. Aus diesem Grund kommen sogenannte Viewer oder Visualisierungslösungen zum Einsatz. Diese stellen strukturierte Rechnungsdaten in einer bekannten Rechnungsansicht dar. Typischerweise werden unter anderem folgende Informationen übersichtlich angezeigt:

  • Rechnungssteller
  • Rechnungsempfänger
  • Rechnungsnummer
  • Rechnungsdatum
  • Leistungsdatum
  • Rechnungspositionen
  • Mengen
  • Einzelpreise
  • Steuerinformationen
  • Netto- und Bruttobeträge
  • Zahlungsbedingungen
  • Bankverbindung
  • Bestellreferenzen

Dadurch können Fachabteilungen strukturierte Rechnungen genauso komfortabel prüfen wie klassische PDF-Rechnungen.

E-Rechnung empfangen

Benötigen Unternehmen Peppol?

Viele Unternehmen verbinden E-Rechnungen unmittelbar mit Peppol. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um einen möglichen Übertragungsweg – nicht um eine gesetzliche Pflicht für alle Unternehmen. Für den allgemeinen Empfang inländischer B2B-E-Rechnungen ist Peppol derzeit nicht zwingend vorgeschrieben.

Dennoch bietet das Netzwerk in vielen Szenarien Vorteile. Insbesondere wenn Unternehmen:

  • regelmäßig mit öffentlichen Auftraggebern arbeiten
  • international tätig sind
  • viele Geschäftspartner anbinden
  • standardisierte Übertragungswege nutzen möchten
  • verschiedene Länderanforderungen unterstützen müssen

Wichtig bleibt jedoch:

Auch über Peppol empfangene Rechnungen müssen anschließend validiert, verarbeitet, freigegeben, verbucht und archiviert werden. Peppol ersetzt daher keinen vollständigen Rechnungseingangsprozess.

E-Rechnung empfangen

Welche Vorteile bietet ein automatisierter Empfang von E-Rechnungen?

Viele Unternehmen beginnen mit einem einfachen E-Mail-Postfach. Mit zunehmendem Rechnungsvolumen stoßen manuelle Prozesse jedoch schnell an ihre Grenzen. Eine automatisierte Lösung bietet zahlreiche Vorteile.

Höhere Prozessgeschwindigkeit

Rechnungen werden unmittelbar nach dem Eingang geprüft und weitergeleitet.

Dadurch verkürzen sich Bearbeitungszeiten erheblich.

Weniger manuelle Tätigkeiten

Automatisierte Prozesse übernehmen unter anderem:

  • Formatprüfung,
  • Validierung,
  • Lieferantenerkennung,
  • Dublettenprüfung,
  • Routing,
  • Statusüberwachung.

Dadurch sinkt der manuelle Bearbeitungsaufwand deutlich.

Höhere Transparenz

Unternehmen erkennen jederzeit,

  • welche Rechnungen eingegangen sind,
  • wo sich eine Rechnung aktuell befindet,
  • welche Freigaben noch ausstehen,
  • welche Fehler aufgetreten sind.

Dies erleichtert sowohl das operative Tagesgeschäft als auch Audits.

Verbesserte Compliance

Durch standardisierte Prozesse lassen sich gesetzliche Anforderungen sowie interne Richtlinien einfacher einhalten.

Hierzu gehören insbesondere:

  • Validierungen,
  • revisionssichere Archivierung,
  • vollständige Bearbeitungsprotokolle,
  • nachvollziehbare Freigaben.
E-Rechnung empfangen

Welche Herausforderungen bestehen beim Empfang von E-Rechnungen?

Der technische Empfang einer E-Rechnung ist heute vergleichsweise einfach. Die eigentlichen Herausforderungen liegen meist in den nachgelagerten Prozessen. Typische Problemfelder sind:

  • unterschiedliche Rechnungsformate
  • mehrere Gesellschaften
  • verschiedene ERP-Systeme
  • fehlerhafte Lieferantenstammdaten
  • fehlende Bestellreferenzen
  • komplexe Freigaberegeln
  • internationale Anforderungen
  • manuelle Ausnahmebearbeitung

Deshalb sollten Unternehmen den Empfang von E-Rechnungen nicht isoliert betrachten. Erst wenn Validierung, Visualisierung, ERP-Integration, Workflow und Archivierung sinnvoll zusammenspielen, entsteht ein leistungsfähiger digitaler Rechnungseingangsprozess, der sowohl gesetzliche Anforderungen erfüllt als auch messbare Effizienzgewinne ermöglicht.

E-Rechnung empfangen

Wie werden E-Rechnungen geprüft und verarbeitet?

Der Eingang einer E-Rechnung ist nur der erste Schritt. Erst die anschließende Prüfung entscheidet darüber, ob die Rechnung automatisiert verarbeitet oder manuell bearbeitet werden muss.

Eine moderne Rechnungseingangslösung kombiniert dabei technische Prüfungen mit fachlichen Validierungen. Der typische Ablauf umfasst folgende Schritte:

  1. Technische Prüfung des Dateiformats
  2. Validierung der XML-Struktur
  3. Prüfung der Pflichtangaben
  4. Zuordnung zum richtigen Lieferanten
  5. Abgleich mit Bestellung oder Vertrag
  6. Freigabe und Genehmigung
  7. Buchung im ERP-System
  8. Revisionssichere Archivierung

Je besser diese Prozessschritte ineinandergreifen, desto höher ist der Automatisierungsgrad und desto geringer fällt der manuelle Bearbeitungsaufwand aus.

E-Rechnung empfangen

Warum ist die Validierung so wichtig?

Viele Unternehmen gehen davon aus, dass eine eingegangene XML-Datei automatisch korrekt verarbeitet werden kann.

Das ist jedoch nicht der Fall. Auch strukturierte E-Rechnungen müssen geprüft werden. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen:

  • Ist die XML-Datei technisch gültig?
  • Handelt es sich um ein unterstütztes Rechnungsformat?
  • Sind alle Pflichtangaben vorhanden?
  • Stimmen Steuerbeträge und Summen?
  • Sind die Berechnungen konsistent?
  • Liegt eine Dublette vor?
  • Ist der Lieferant eindeutig identifizierbar?
  • Kann die Rechnung der richtigen Gesellschaft zugeordnet werden?
  • Existiert eine passende Bestellung?

Erst wenn diese Prüfungen erfolgreich abgeschlossen sind, kann eine Rechnung automatisiert weiterverarbeitet werden. Der Schwerpunkt verschiebt sich dadurch von der reinen Datenerkennung hin zu Validierung, Anreicherung, Bestellabgleich und Ausnahmebearbeitung.

E-Rechnung empfangen

Können E-Rechnungen vollständig automatisch verarbeitet werden?

Eine häufige Erwartung lautet:

„Mit der E-Rechnung läuft künftig jede Rechnung automatisch durch.“

In der Praxis ist das nur teilweise richtig. Bestimmte Rechnungen eignen sich sehr gut für eine weitgehend automatisierte Verarbeitung oder sogar eine sogenannte Dunkelbuchung.

Voraussetzungen sind unter anderem:

  • der Lieferant wird eindeutig erkannt
  • eine gültige Bestellung liegt vor
  • der Wareneingang wurde bereits gebucht
  • Mengen und Preise liegen innerhalb definierter Toleranzen
  • Steuerkennzeichen können eindeutig ermittelt werden
  • es liegt keine Dublette vor
  • zusätzliche Freigaben sind nicht erforderlich

Unter diesen Voraussetzungen kann die Rechnung häufig ohne manuelle Eingriffe verarbeitet werden. Anders sieht es bei Rechnungen ohne Bestellbezug aus.

Hier müssen beispielsweise zusätzlich bestimmt werden:

  • Sachkonto
  • Kostenstelle
  • Innenauftrag
  • Projekt
  • Freigabeverantwortliche

Die Automatisierungsquote hängt daher nicht allein vom Rechnungsformat ab, sondern vor allem von der Qualität der Stammdaten, klaren Einkaufsprozessen und definierten Buchungs- und Freigaberegeln.

E-Rechnung empfangen

Welche Rolle spielt OCR beim Empfang von E-Rechnungen?

Mit der Einführung strukturierter E-Rechnungen verändert sich auch die Bedeutung von OCR. Bei Formaten wie:

  • XRechnung
  • ZUGFeRD (XML-Anteil)
  • UBL
  • CII

liegen die Rechnungsdaten bereits maschinenlesbar vor.

Eine klassische OCR-Erkennung ist hierfür nicht erforderlich. Anders verhält es sich bei:

  • PDF-Rechnungen
  • Papierrechnungen
  • gescannten Dokumenten
  • sonstigen unstrukturierten Unterlagen

Hier werden weiterhin OCR-, Capture- oder KI-Technologien benötigt, um Rechnungsdaten zu extrahieren. In modernen Rechnungseingangslösungen arbeiten deshalb strukturierte E-Rechnungen und OCR-basierte Prozesse häufig parallel. Je nach Eingangskanal entscheidet das System automatisch, welcher Verarbeitungsweg verwendet wird.

E-Rechnung empfangen

Wie sollten fehlerhafte E-Rechnungen behandelt werden?

Nicht jede eingehende Rechnung lässt sich sofort verarbeiten. Unternehmen benötigen daher einen klar definierten Fehlerprozess.

Wichtig ist:

Eine Rechnung darf nicht einfach verloren gehen, nur weil sie technisch oder fachlich nicht verarbeitet werden kann. Sinnvoll ist eine Unterscheidung verschiedener Fehlerarten. Beispielsweise:

  • Datei kann nicht geöffnet werden
  • Format wird nicht unterstützt
  • XML-Struktur ist ungültig
  • Pflichtangaben fehlen
  • Berechnungen sind fehlerhaft
  • Lieferant kann nicht ermittelt werden
  • Rechnung ist der falschen Gesellschaft zugeordnet
  • Bestellnummer fehlt
  • Rechnung wurde bereits eingereicht
  • Bankverbindung weicht von den Stammdaten ab

Für jeden Fehlertyp sollte festgelegt sein:

  • Wer ist verantwortlich?
  • Wird die Rechnung zurückgewiesen oder intern geklärt?
  • Wie wird der Lieferant informiert?
  • Bleibt die Originaldatei erhalten?
  • Wie wird der Bearbeitungsstatus dokumentiert?
  • Wann erfolgt eine Eskalation?

Besonders wichtig ist die Trennung zwischen dem technischen Eingang einer Datei und der fachlichen beziehungsweise steuerlichen Anerkennung einer Rechnung.

E-Rechnung empfangen

Wie müssen E-Rechnungen archiviert werden?

Nach der erfolgreichen Verarbeitung müssen E-Rechnungen ordnungsgemäß archiviert werden. Dabei reicht es nicht aus, lediglich einzelne ausgelesene Rechnungswerte zu speichern. Vielmehr sollte das vollständige Originaldokument erhalten bleiben.

Bei einer E-Rechnung muss zumindest der strukturierte Bestandteil so aufbewahrt werden, dass er während der gesamten Aufbewahrungsfrist unverändert und nachvollziehbar verfügbar bleibt. Darüber hinaus empfiehlt es sich,

  • das Originaldokument eindeutig mit dem Buchhaltungsbeleg zu verknüpfen
  • Anhänge gemeinsam zu archivieren
  • sämtliche Workflow- und Freigabeinformationen nachvollziehbar zu dokumentieren
  • den gesamten Bearbeitungsverlauf revisionssicher aufzubewahren

Eine sorgfältige Archivierung unterstützt nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern erleichtert auch Prüfungen, Audits und spätere Recherchen.

E-Rechnung empfangen

Welche Sicherheitsaspekte sollten Unternehmen beachten?

Eine strukturierte E-Rechnung ist nicht automatisch eine vertrauenswürdige Rechnung. Auch XML- oder ZUGFeRD-Dateien können über manipulierte E-Mails oder kompromittierte Lieferantenkonten versendet werden.

Typische Risiken sind:

  • manipulierte Bankverbindungen
  • gefälschte Lieferantenidentitäten
  • doppelt eingereichte Rechnungen
  • schädliche Anhänge
  • geänderte Zahlungsbedingungen
  • Rechnungen für nicht bestellte Leistungen
  • Social-Engineering-Angriffe auf Buchhaltung und Freigabeverantwortliche

Ein wirksames Sicherheitskonzept kombiniert technische und organisatorische Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise:

  • sichere E-Mail- und Schnittstellenprozesse
  • Viren- und Dateiprüfung
  • Dublettenprüfung
  • Lieferantenstammdatenabgleich
  • kontrollierte Prozesse für Änderungen von Bankverbindungen
  • Vier-Augen-Prinzip bei kritischen Änderungen
  • rollenbasierte Berechtigungen
  • vollständige Protokollierung

E-Rechnungen reduzieren Medienbrüche und erleichtern die Automatisierung. Sie ersetzen jedoch nicht ein wirksames internes Kontrollsystem.

E-Rechnung empfangen

Wie können E-Rechnungen in einer SAP-Landschaft empfangen werden?

Im SAP-Umfeld sollten Unternehmen zwischen zwei Bereichen unterscheiden:

  • regulatorischer Austausch und Validierung von E-Rechnungen,
  • operative Kreditorenrechnungsverarbeitung.

Diese Aufgaben werden häufig durch unterschiedliche Lösungen unterstützt.

SAP Document and Reporting Compliance (SAP DRC)

SAP Document and Reporting Compliance unterstützt den Austausch und die Verarbeitung elektronischer Dokumente.

Für Deutschland können unter anderem:

  • per E-Mail empfangene E-Rechnungen verarbeitet,
  • Dateien hochgeladen,
  • XML-Rechnungen visualisiert,
  • strukturierte Rechnungen validiert

werden.

Für weitergehende Prozesse wie Freigaben oder automatisierte Rechnungsworkflows wird SAP DRC häufig mit einer spezialisierten Rechnungseingangslösung kombiniert.

OpenText Vendor Invoice Management (VIM)

OpenText Vendor Invoice Management unterstützt die integrierte Verarbeitung von Eingangsrechnungen in SAP.

Zu den Funktionen gehören beispielsweise:

  • Geschäftsregeln,
  • Ausnahmebearbeitung,
  • Freigabeworkflows,
  • Weiterleitung an zuständige Bearbeitende,
  • Integration mit SAP ERP,
  • Integration mit SAP S/4HANA,
  • Unterstützung von SAP S/4HANA Cloud Private Edition.

Gerade Unternehmen mit komplexen Kreditorenprozessen profitieren von einer zentralen Workflow-Steuerung und einer strukturierten Bearbeitung von Ausnahmen.

SAP Ariba Invoicing

SAP Ariba Invoicing unterstützt die zentrale Verarbeitung von Lieferantenrechnungen.

Je nach Szenario können unter anderem:

  • E-Mail-Eingänge,
  • Peppol,
  • Freigabeworkflows,
  • zentrale Rechnungsverarbeitung

abgebildet werden.

Welche Architektur geeignet ist, hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:

  • eingesetzte SAP-Systeme,
  • Cloud- oder On-Premises-Betrieb,
  • bestehende Archiv- und Capture-Lösungen,
  • Anzahl der Länder,
  • Anzahl der Buchungskreise,
  • Rechnungsvolumen,
  • gewünschter Automatisierungsgrad,
  • bestehende Integrationsarchitektur.

Eine allgemeingültige Produktempfehlung ohne Analyse der Zielarchitektur ist daher nicht sinnvoll.

E-Rechnung empfangen

Best Practices für den Empfang und die Verarbeitung von E-Rechnungen

Unternehmen, die ihren digitalen Rechnungseingang erfolgreich etablieren, verfolgen häufig ähnliche Grundprinzipien.

Bewährt haben sich insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Validierungen bereits unmittelbar nach dem Rechnungseingang durchführen.
  • Technische und fachliche Prüfungen klar voneinander trennen.
  • Ausnahmefälle wie Gutschriften, Anzahlungen oder Rechnungen ohne Bestellbezug frühzeitig testen.
  • Lieferanten aktiv über unterstützte Formate, Empfangsadressen und notwendige Referenzen informieren.
  • Finance und IT gemeinsam für den End-to-End-Prozess verantwortlich machen.
  • Den Erfolg nicht nur an der gesetzlichen Compliance messen, sondern auch an Kennzahlen wie Automatisierungsgrad, Bearbeitungszeit, Datenqualität und Transparenz.

Auf diese Weise entsteht ein Rechnungseingangsprozess, der nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sondern auch nachhaltig zur Effizienz der Finanzorganisation beiträgt.

E-Rechnung empfangen

Schritt für Schritt zum digitalen Empfang von E-Rechnungen

Die Einführung eines professionellen Rechnungseingangs beginnt nicht mit der Auswahl einer Software. Entscheidend ist zunächst, die bestehenden Prozesse, Systeme und Anforderungen zu verstehen.

Ein bewährtes Vorgehen umfasst die folgenden Schritte.

Schritt 1: Bestehenden Rechnungseingang analysieren

Schritt 2: Geeigneten Empfangsweg festlegen

Schritt 3: Validierung und Verarbeitung automatisieren

Schritt 4: Ausnahmeprozesse frühzeitig testen

Schritt 5: Lieferanten frühzeitig informieren

E-Rechnung empfangen

Wann lohnt sich eine spezielle Software für den Empfang von E-Rechnungen?

Ein einfaches E-Mail-Postfach genügt häufig, um die gesetzliche Empfangsbereitschaft herzustellen. Mit wachsendem Rechnungsvolumen steigen jedoch die Anforderungen an Automatisierung, Transparenz und Prozesssicherheit. Eine spezialisierte Lösung ist insbesondere sinnvoll, wenn eines oder mehrere der folgenden Kriterien zutreffen:

  • hohes oder wachsendes Rechnungsvolumen
  • mehrere Gesellschaften oder Standorte
  • unterschiedliche ERP- oder Finanzsysteme
  • komplexe Freigabeprozesse
  • viele Bestell- und Wareneingangsabgleiche
  • internationale E-Invoicing-Anforderungen
  • hoher manueller Erfassungsaufwand
  • häufige Dubletten oder Falschbuchungen
  • hohe Anforderungen an Compliance und Nachvollziehbarkeit

Je komplexer die Systemlandschaft und die Geschäftsprozesse sind, desto größer ist der Nutzen einer integrierten Rechnungseingangslösung.

E-Rechnung empfangen

Worauf sollten Unternehmen bei der Softwareauswahl achten?

Die Wahl einer geeigneten Lösung sollte sich nicht ausschließlich an unterstützten Dateiformaten orientieren. Entscheidend ist vielmehr, ob die Software den gesamten End-to-End-Prozess unterstützt. Wichtige Auswahlkriterien sind unter anderem:

  • Unterstützung von XRechnung, ZUGFeRD und weiteren Formaten
  • verschiedene Übertragungswege
  • Validierungsfunktionen
  • Visualisierung von XML-Rechnungen
  • Integration in ERP-Systeme
  • Freigabe- und Ausnahmeprozesse
  • revisionssichere Archivierung
  • Mehrmandanten- und Mehrländerfähigkeit
  • Monitoring und Reporting
  • Updatefähigkeit bei gesetzlichen Änderungen
  • Informationssicherheit und Betriebsmodell

Die Software sollte nicht nur den heutigen Anforderungen entsprechen, sondern auch zukünftige regulatorische Änderungen unterstützen.

E-Rechnung empfangen

Wie entwickelt sich der Empfang von E-Rechnungen weiter?

Die E-Rechnungspflicht ist nur ein Schritt in Richtung vollständig digitaler Finanzprozesse. In den kommenden Jahren wird sich der Schwerpunkt zunehmend von der reinen Empfangsbereitschaft auf die vollständige Automatisierung der Eingangsrechnungsverarbeitung verlagern.

Dabei gewinnen insbesondere folgende Themen an Bedeutung:

  • automatische Validierung
  • intelligente Workflow-Steuerung
  • KI-gestützte Ausnahmebearbeitung
  • cloudbasierte Integrationsplattformen
  • internationale E-Invoicing-Anforderungen
  • kontinuierliche Aktualisierung regulatorischer Vorgaben

Unternehmen sollten den Rechnungseingang deshalb nicht als einmaliges Umsetzungsprojekt betrachten, sondern als fortlaufenden Bestandteil ihrer Digitalisierungs- und Compliance-Strategie.

E-Rechnung empfangen

Fazit: Der Empfang einer E-Rechnung ist erst der Anfang

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können. Damit ist die gesetzliche Mindestanforderung jedoch nur teilweise erfüllt. Der eigentliche Mehrwert entsteht erst dann, wenn eingehende Rechnungen automatisiert geprüft, validiert, den richtigen Geschäftsvorfällen zugeordnet, effizient freigegeben, im ERP-System verarbeitet und revisionssicher archiviert werden. Ein professioneller Rechnungseingang verbindet deshalb technische Empfangskanäle mit durchgängigen Prozessen, klaren Verantwortlichkeiten und einer leistungsfähigen Systemintegration.

Unternehmen, die ihre Eingangsrechnungsverarbeitung ganzheitlich betrachten, profitieren nicht nur von einer besseren Compliance. Sie reduzieren gleichzeitig manuelle Tätigkeiten, beschleunigen Freigaben, erhöhen die Datenqualität und schaffen mehr Transparenz im gesamten Procure-to-Pay-Prozess.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht:

„Können wir E-Rechnungen empfangen?“

Sondern:

„Wie gestalten wir unseren gesamten Rechnungseingangsprozess so, dass E-Rechnungen effizient, sicher und weitgehend automatisiert verarbeitet werden können?“

Genau dieser ganzheitliche Ansatz schafft die Grundlage für zukunftssichere Finanzprozesse und eine nachhaltige Digitalisierung der Buchhaltung.

Kostenlose Beratung zum Empfang von E-Rechnungen

Sie möchten Ihren Rechnungseingang digitalisieren oder prüfen, wie sich E-Rechnungen effizient in Ihre bestehende SAP- oder ERP-Landschaft integrieren lassen?

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Reicht ein E-Mail-Postfach aus, um E-Rechnungen zu empfangen?

Ja. Für die gesetzliche Empfangsbereitschaft kann ein E-Mail-Postfach grundsätzlich ausreichen. Für einen effizienten Rechnungseingangsprozess sind jedoch zusätzlich Validierung, Workflow, ERP-Integration und Archivierung erforderlich.

Welche Formate muss ein Unternehmen empfangen können?

In der Praxis sollten Unternehmen mindestens die gängigen strukturierten E-Rechnungsformate wie XRechnung und ZUGFeRD unterstützen. Je nach Branche, Geschäftspartnern oder internationalen Anforderungen können weitere Formate oder EDI-Verfahren hinzukommen.

Benötige ich eine spezielle Software für den Empfang von E-Rechnungen?

Nicht zwingend. Bei geringem Rechnungsvolumen genügt häufig ein einfacher Empfangskanal. Eine spezialisierte Lösung wird vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Gesellschaften, komplexe Freigabeprozesse, internationale Anforderungen oder ein hoher Automatisierungsgrad gefordert sind.

Können XML-Dateien direkt gelesen werden?

Ja, technisch können XML-Dateien geöffnet werden. Für die tägliche Arbeit empfiehlt sich jedoch eine Visualisierung innerhalb einer Rechnungseingangs- oder ERP-Lösung, damit die Inhalte übersichtlich dargestellt und geprüft werden können.

Müssen E-Rechnungen validiert werden?

Ja. Auch strukturierte E-Rechnungen sollten technisch und fachlich validiert werden. Dabei werden unter anderem XML-Struktur, Pflichtangaben, Geschäftsregeln, Steuerinformationen und Plausibilitäten geprüft.

Wie müssen E-Rechnungen archiviert werden?

E-Rechnungen müssen revisionssicher archiviert werden. Das Originaldokument sollte während der gesamten gesetzlichen Aufbewahrungsfrist unverändert verfügbar bleiben und eindeutig mit dem Buchhaltungsbeleg verknüpft sein.

Benötigt jedes SAP-Unternehmen SAP Document and Reporting Compliance?

Nein. Ob SAP Document and Reporting Compliance (SAP DRC) erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Szenario, den eingesetzten SAP-Produkten und der gewünschten Zielarchitektur ab. Für einfache Empfangsszenarien können auch andere E-Invoicing- oder Rechnungseingangslösungen geeignet sein.

Welche Vorteile bietet ein automatisierter Rechnungseingang?

Ein automatisierter Rechnungseingang reduziert manuelle Tätigkeiten, verkürzt Bearbeitungszeiten, verbessert die Datenqualität und erhöht die Transparenz im gesamten Procure-to-Pay-Prozess. Gleichzeitig unterstützt er Unternehmen dabei, gesetzliche Anforderungen zuverlässig einzuhalten und interne Kontrollen zu stärken.