Know-how · E-Rechnung

ZUGFeRD

Format, E-Rechnungspflicht, Aufbau und praktische Umsetzung einfach erklärt.

  • Erfahren Sie, welche Versionen und Profile die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
  • Lernen Sie, wie ZUGFeRD in SAP- und ERP-Prozesse integriert wird.

ZUGFeRD verbindet eine für Menschen lesbare PDF-Rechnung mit strukturierten XML-Daten. Dadurch können Unternehmen vertraute Rechnungsansichten beibehalten und gleichzeitig ihre Rechnungsprozesse automatisieren.

ZUGFeRD-Rechnung als Kombination aus PDF und strukturierten XML-Daten
FormatPDF/A-3 + XML
NormbasisEN 16931
Aktueller StandZUGFeRD 2.5
Definition

Was ist ZUGFeRD?

ZUGFeRD ist ein standardisiertes Format für elektronische Rechnungen. Der Name steht für „Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland“. Ziel des Standards ist es, Rechnungen sowohl für Menschen als auch für Computersysteme lesbar bereitzustellen.

Im Gegensatz zu einer klassischen PDF-Rechnung enthält eine ZUGFeRD-Rechnung neben der sichtbaren Darstellung sämtliche Rechnungsinformationen zusätzlich in strukturierter Form. ERP-, Buchhaltungs- und Workflow-Systeme können die Daten dadurch automatisiert auslesen und verarbeiten.

ZUGFeRD erleichtert den Übergang von papierbasierten oder rein visuellen Rechnungen zu vollständig digitalen Geschäftsprozessen.

Für Menschen lesbar

Die PDF/A-3-Datei kann wie eine gewöhnliche Rechnung geöffnet, geprüft, weitergeleitet und archiviert werden.

Für Systeme lesbar

Die eingebettete XML-Datei enthält strukturierte Rechnungsdaten für eine automatisierte Verarbeitung.

Hintergrund

Warum wurde ZUGFeRD entwickelt?

Reine PDF-Rechnungen verursachen beim Empfänger häufig manuelle Arbeit, weil Daten gelesen, übertragen und geprüft werden müssen.

01

Rechnung öffnen

Mitarbeitende müssen das Dokument zunächst manuell sichten.

02

Lieferant und Rechnung prüfen

Stammdaten, Rechnungsnummer, Beträge und Steuern werden abgeglichen.

03

Daten übertragen

Rechnungsinformationen werden manuell oder mithilfe von OCR in das ERP-System übernommen.

04

Buchung durchführen

Kontierung, Freigabe und Buchung erfolgen in nachgelagerten Prozessen.

01

Weniger manuelle Eingaben

Strukturierte Daten können direkt übernommen werden.

02

Geringere Fehlerquote

Übertragungsfehler und Medienbrüche werden reduziert.

03

Schnellere Buchung

Prüfung, Kontierung und Freigabe lassen sich beschleunigen.

04

Höhere Datenqualität

Einheitliche Felder verbessern die Verlässlichkeit.

05

Bessere Automatisierung

ERP- und Workflow-Systeme können Daten direkt verarbeiten.

06

Einfache ERP-Integration

Der gewohnte PDF-Prozess bleibt mit strukturierten Daten kombinierbar.

Technischer Aufbau

Wie funktioniert das ZUGFeRD-Format?

Eine ZUGFeRD-Rechnung ist eine hybride elektronische Rechnung mit zwei inhaltlich übereinstimmenden Bestandteilen.

Sichtbarer Teil

PDF/A-3-Datei

Die PDF-Datei dient der visuellen Darstellung. Mitarbeitende können sie öffnen, prüfen, weitergeben, archivieren und bei Bedarf ausdrucken.

Strukturierter Teil

Eingebettete XML-Datei

Die XML-Datei enthält dieselben Rechnungsinformationen in maschinenlesbarer Form und bildet den Kern des automatisierten Prozesses.

Geschäftspartner

Lieferant und Rechnungsempfänger.

Rechnungsdaten

Nummer, Datum, Art und Währung.

Steuern

Steuersätze, Steuerbeträge und Kategorien.

Zahlung

Zahlungsbedingungen und Bankverbindung.

Positionen

Mengen, Preise und Leistungsbeschreibungen.

Summen

Netto-, Steuer-, Brutto- und Zahlbetrag.

Die XML-Struktur basiert auf der Cross Industry Invoice von UN/CEFACT und orientiert sich in den relevanten Profilen an der EN 16931.
Abgrenzung

Warum reicht ein normales PDF nicht mehr aus?

Eine klassische PDF-Datei enthält lediglich eine visuelle Darstellung. Ihre Inhalte können von Software nicht standardisiert und ohne zusätzliche Erkennung weiterverarbeitet werden.

Eine elektronische Rechnung muss dagegen in einem strukturierten elektronischen Format vorliegen, das eine automatisierte Verarbeitung ermöglicht. ZUGFeRD erfüllt diese Voraussetzung durch die eingebettete XML-Datei.

Klassische PDF-Rechnung

  • Visuell lesbar
  • Keine standardisierten strukturierten Rechnungsdaten
  • Häufig OCR oder manuelle Erfassung erforderlich
  • Grundsätzlich keine E-Rechnung im gesetzlichen Sinne

ZUGFeRD-Rechnung

  • Visuell lesbare PDF/A-3-Datei
  • Eingebettete strukturierte XML-Datei
  • Automatisierte Verarbeitung möglich
  • Je nach Version und Profil gesetzeskonform einsetzbar
Nicht jede Datei mit der Bezeichnung „ZUGFeRD“ erfüllt automatisch die gesetzlichen Anforderungen. Version, Profil, Datenvollständigkeit und technische Validität sind entscheidend.
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E-Rechnungspflicht

Erfüllt ZUGFeRD die deutsche E-Rechnungspflicht?

Grundsätzlich ja – allerdings nicht jede Version und nicht jedes Profil. ZUGFeRD-Versionen ab 2.0.1 können die Anforderungen an elektronische Rechnungen grundsätzlich erfüllen. Die Profile MINIMUM und BASIC-WL enthalten jedoch nicht alle erforderlichen strukturierten Rechnungsinformationen.

Diese Fragen sollten Unternehmen prüfen

  • Welche ZUGFeRD-Version erzeugt die eingesetzte Software?
  • Welches Profil wird verwendet?
  • Sind alle Pflichtinformationen in der XML-Datei enthalten?
  • Ist die Datei technisch valide?
  • Akzeptiert der Geschäftspartner Version und Profil?

Für viele klassische B2B-Rechnungen ist das Profil EN 16931 eine geeignete Ausgangsbasis. Bei komplexeren Geschäftsprozessen kann das Profil EXTENDED erforderlich sein.

Release-Stand

Welche ZUGFeRD-Version ist aktuell?

Für neue Projekte sollte ZUGFeRD 2.5 berücksichtigt werden. Die Version wurde am 10. Juni 2026 veröffentlicht und wird seit dem 1. Juli 2026 empfohlen.

Version

ZUGFeRD 2.5

Aktueller Standard für neue Implementierungen und Weiterentwicklungen.

Normen

Aktualisierte Artefakte

Neue Codelisten und Validierungsartefakte zur EN 16931.

Kompatibilität

Factur-X 1.09

Technische Abstimmung mit dem französisch-internationalen Schwesterstandard.

Versionswechsel ganzheitlich planen

Prüfen Sie, welche Version Kunden und Lieferanten akzeptieren, welche Version Ihre ERP-Systeme unterstützen und ob Mapping sowie Validierungsregeln angepasst werden müssen.

Informationsumfang

Welche ZUGFeRD-Profile gibt es?

ZUGFeRD definiert verschiedene Profile, weil nicht jeder Geschäftsprozess denselben Datenumfang benötigt.

MINIMUM

Grundlegende Daten

Enthält nur einen reduzierten Informationsumfang und eignet sich nicht zur Erfüllung der deutschen B2B-E-Rechnungspflicht.

BASIC-WL

Kopfdaten ohne Positionen

Enthält zusätzliche Kopfdaten, aber keine vollständigen strukturierten Positionsdaten. Für die deutsche B2B-E-Rechnung grundsätzlich nicht ausreichend.

BASIC

Einfache Rechnungen

Geeignet für vergleichsweise einfache Rechnungen mit überschaubarem Informationsumfang.

EN 16931

Empfohlener Standard

Bildet die europäische Norm vollständig ab und eignet sich für viele standardisierte B2B-Prozesse.

EXTENDED für komplexe Anforderungen

Das Profil EXTENDED erweitert das Datenmodell unter anderem für komplexe Handelsprozesse, spezielle Logistikdaten, differenzierte Zu- und Abschläge sowie umfangreiche Branchenanforderungen.

Die Profilwahl sollte sich am tatsächlichen Geschäftsprozess orientieren und nicht ausschließlich am technisch kleinsten Datenumfang.
Formatvergleich

ZUGFeRD oder XRechnung – wo liegen die Unterschiede?

KriteriumZUGFeRDXRechnung
Technischer AufbauPDF/A-3 mit eingebetteter XML-DateiReine strukturierte XML-Datei
Visuelle LesbarkeitPDF direkt lesbarViewer oder Visualisierung erforderlich
SchwerpunktHybride Nutzung durch Mensch und SystemKonsequente strukturierte Datenübertragung
Typische NutzungB2B-Prozesse mit vertrauter PDF-AnsichtÖffentliche Auftraggeber und XML-basierte Prozesse
NormbasisIn geeigneten Profilen EN 16931EN 16931

Welches Format geeignet ist, hängt von Empfängeranforderungen, gesetzlichen Vorgaben, Systemlandschaft und Geschäftsprozess ab.

SAP & ERP

ZUGFeRD in SAP und ERP-Systemen einsetzen

Die strukturierte XML-Datei ermöglicht es, Rechnungsdaten ohne manuelle Erfassung oder OCR direkt in bestehende ERP- und Workflow-Prozesse zu übernehmen.

Rechnungseingang

XML-Daten werden ausgelesen und dem Lieferanten sowie dem richtigen Prozess zugeordnet.

Rechnungsprüfung

Pflichtfelder, Beträge, Steuern und Referenzen können automatisiert geprüft werden.

Kontierung & Freigabe

Strukturierte Daten unterstützen Kontierung, Workflows und Ausnahmebehandlung.

Buchung & Archivierung

Validierte Rechnungsdaten werden an Buchhaltung, SAP und Archivsysteme übergeben.

Welche Voraussetzungen müssen ERP-Systeme erfüllen?

XML einlesen

Die eingebettete Datei muss zuverlässig extrahiert und verarbeitet werden.

Struktur validieren

Version, Profil und EN-16931-Regeln müssen geprüft werden.

Stammdaten zuordnen

Lieferanten, Kunden und Referenzen müssen erkannt werden.

Workflow anbinden

Freigabe-, Kontierungs- und Buchungsprozesse müssen integriert sein.

Profile unterstützen

Das System muss den tatsächlich eingesetzten Informationsumfang verarbeiten.

Revisionssicher archivieren

Die vollständige Originaldatei muss unverändert gespeichert werden.

Erstellung

Wie wird eine ZUGFeRD-Rechnung erstellt?

Die Erstellung erfolgt in der Regel direkt aus dem ERP-, Warenwirtschafts- oder Buchhaltungssystem. Rechnungsinformationen werden wie gewohnt gepflegt und anschließend in eine PDF/A-3-Datei sowie eine strukturierte XML-Datei überführt.

01

Rechnungsdaten erfassen

Kunde, Nummer, Positionen, Steuern, Zahlungsbedingungen und Bankverbindung werden im Quellsystem gepflegt.

02

PDF/A-3 erzeugen

Das System erstellt die visuell lesbare Rechnungsdarstellung.

03

XML-Datei erzeugen

Identische Rechnungsdaten werden in der gewählten ZUGFeRD-Struktur bereitgestellt.

04

Bestandteile zusammenführen

Die XML-Datei wird regelkonform in die PDF/A-3-Datei eingebettet.

05

Validieren

Version, Profil, Pflichtfelder, Summen und technische Struktur werden geprüft.

Manuelle Erstellung

Für einzelne Rechnungen stehen spezielle Werkzeuge zur Verfügung. Bei regelmäßigem Versand empfiehlt sich jedoch eine automatisierte Erstellung aus dem ERP-System, da sie skalierbarer und weniger fehleranfällig ist.

Übertragung

Wie erfolgt der Versand einer ZUGFeRD-Rechnung?

ZUGFeRD-Rechnungen können über verschiedene elektronische Kanäle übertragen werden. Entscheidend ist, dass die vollständige Originaldatei unverändert bleibt.

Direkt

E-Mail

Geeignet für kleinere und mittlere Volumina, sofern der Empfänger Version und Profil akzeptiert.

Portal

Kundenportale

Die vollständige Datei wird entsprechend den Vorgaben des Geschäftspartners hochgeladen.

Netzwerk

PEPPOL & Plattformen

Je nach Anforderungen können elektronische Datenaustauschplattformen oder Peppol genutzt werden.

Wird die PDF-Datei nachträglich verändert oder die eingebettete XML-Datei entfernt, liegt keine vollständige ZUGFeRD-Rechnung mehr vor.
Qualitätssicherung

Warum ist die Validierung einer ZUGFeRD-Rechnung so wichtig?

Eine Rechnung kann optisch korrekt aussehen und dennoch technisch oder fachlich fehlerhaft sein.

Struktur

XML und Einbettung

Prüfung, ob XML-Datei, PDF/A-3-Struktur und Einbettung technisch korrekt sind.

Regeln

Pflichtfelder & EN 16931

Prüfung von Pflichtangaben, Profilregeln, Codelisten und Berechnungen.

Fachlichkeit

Geschäftsdaten

Prüfung von Steuerangaben, Beträgen, Zahlungsdaten und Empfängeranforderungen.

Typische Fehler

Fehlende Pflichtfelder

Notwendige Daten sind nicht vollständig vorhanden.

Falsche Steuercodes

Steuerkategorien und Steuersätze passen nicht zusammen.

Fehlerhafte XML-Struktur

Syntax oder Einbettung entspricht nicht dem Standard.

Inkonsistente Beträge

Summen, Rundungen oder Positionen sind widersprüchlich.

Nicht unterstütztes Profil

Empfänger oder System können den Datenumfang nicht verarbeiten.

Veraltete Codelisten

Codes oder Versionen passen nicht zu den aktuellen Regeln.

Aufbewahrung

ZUGFeRD revisionssicher archivieren

Auch elektronische Rechnungen unterliegen gesetzlichen Aufbewahrungspflichten. Die vollständige Originaldatei muss über die gesamte Aufbewahrungsfrist verfügbar, unverändert und nachvollziehbar bleiben.

PDF und XML gemeinsam erhalten

Die eingebettete XML-Datei ist ein wesentlicher Bestandteil der Rechnung.

Unveränderbarkeit sicherstellen

Nachträgliche Veränderungen müssen verhindert oder vollständig protokolliert werden.

Nachvollziehbarkeit schaffen

Rechnung, Buchung, Freigaben und Prozessstatus sollten verknüpft sein.

Zugriff gewährleisten

Die Datei muss während der gesamten Aufbewahrungsfrist lesbar und auswertbar bleiben.

Wird nur die sichtbare PDF-Datei archiviert, geht der strukturierte Datenteil verloren.
Best Practices

Best Practices für die Einführung von ZUGFeRD

Eine erfolgreiche Einführung berücksichtigt technische, organisatorische und fachliche Anforderungen.

Prozesse analysieren

Systeme, Formate, Kundenanforderungen und gesetzliche Vorgaben vollständig aufnehmen.

Software prüfen

Unterstützte Versionen, Profile, Updates, Schnittstellen und Validierung bewerten.

Geschäftspartner einbeziehen

Akzeptierte Formate, Profile und Übertragungskanäle frühzeitig abstimmen.

Mitarbeitende schulen

Einsatzfälle, Prüfungen, Fehlerbilder und Ausnahmeprozesse verständlich vermitteln.

Testfälle definieren

Standardrechnungen, Gutschriften, Sonderfälle und unterschiedliche Steuerszenarien prüfen.

Pilotbetrieb durchführen

Mit ausgewählten Geschäftspartnern testen und Erkenntnisse vor dem Rollout nutzen.

Einführung

Schritt für Schritt zur erfolgreichen ZUGFeRD-Einführung

Eine strukturierte Vorgehensweise reduziert Risiken und schafft einen stabilen Übergang in den Produktivbetrieb.

Rechnungsprozesse analysieren

Ausgang, Eingang, Prüfung, Freigabe, Buchung und Archivierung dokumentieren.

Gesetzliche Anforderungen bewerten

Pflichten, Übergangsregelungen und Empfängeranforderungen prüfen.

Geeignetes Profil auswählen

Informationsumfang an Geschäftsprozesse und Partneranforderungen ausrichten.

ERP-System vorbereiten

Stammdaten, Mapping, Schnittstellen, PDF/A-3-Erzeugung und XML-Verarbeitung einrichten.

Testrechnungen erzeugen

Standard- und Sonderfälle mit realistischen Daten abbilden.

XML-Dateien validieren

Version, Profil, Codelisten, Pflichtfelder und Berechnungen prüfen.

Pilotbetrieb starten

Mit ausgewählten Kunden und Lieferanten kontrolliert testen.

Mitarbeitende schulen

Rollen, Fehlerbehandlung und Ausnahmeprozesse vermitteln.

Produktivbetrieb aufnehmen

Versand, Empfang, Monitoring und Support verbindlich organisieren.

Kontinuierlich optimieren

Fehlerquoten, Ablehnungen, Durchlaufzeiten und neue Versionen überwachen.

Fazit: ZUGFeRD verbindet PDF-Komfort mit strukturierten Daten

ZUGFeRD hat sich als wichtiger Standard für elektronische Rechnungen im deutschen B2B-Umfeld etabliert. Das hybride Format kombiniert eine vertraute PDF-Darstellung mit maschinenlesbaren XML-Daten und schafft damit die Grundlage für durchgängige digitale Rechnungsprozesse.

Unternehmen profitieren von einer geringeren Fehlerquote, schnelleren Verarbeitung und einem höheren Automatisierungsgrad. Voraussetzung ist, dass Versionen, Profile, Validierungsregeln, Geschäftspartneranforderungen und bestehende ERP-Prozesse sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird ZUGFeRD zu einem zentralen Baustein einer zukunftsfähigen Finanz- und ERP-Landschaft.

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Häufig gestellte Fragen zu ZUGFeRD

Ist ZUGFeRD verpflichtend?

Nein. Verpflichtend ist die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an elektronische Rechnungen. Neben ZUGFeRD können abhängig vom Anwendungsfall auch andere strukturierte Formate eingesetzt werden.

Ist eine PDF-Rechnung automatisch eine ZUGFeRD-Rechnung?

Nein. Eine ZUGFeRD-Rechnung besteht aus einer PDF/A-3-Datei mit eingebetteter strukturierter XML-Datei.

Welche ZUGFeRD-Version sollte heute verwendet werden?

Für neue Projekte empfiehlt sich ZUGFeRD 2.5, sofern alle beteiligten Systeme und Geschäftspartner diese Version unterstützen.

Welche Profile erfüllen die E-Rechnungspflicht?

Insbesondere das Profil EN 16931 und bei komplexeren Anforderungen EXTENDED sind relevant. MINIMUM und BASIC-WL reichen für die deutsche B2B-E-Rechnung grundsätzlich nicht aus.

Wann eignet sich ZUGFeRD besser als XRechnung?

ZUGFeRD ist besonders geeignet, wenn neben strukturierten Daten weiterhin eine unmittelbar lesbare PDF-Rechnung bereitgestellt werden soll.

Kann jede ERP-Software ZUGFeRD verarbeiten?

Nicht automatisch. Die Verarbeitung hängt von Softwareversion, Schnittstellen, unterstützten Versionen und Profilen sowie Validierungsfunktionen ab.

Muss jede ZUGFeRD-Rechnung validiert werden?

Eine technische und fachliche Validierung ist dringend zu empfehlen, damit die Rechnung automatisiert verarbeitet und Ablehnungen vermieden werden können.

Wie muss eine ZUGFeRD-Rechnung archiviert werden?

Die vollständige Originaldatei aus PDF/A-3 und eingebetteter XML-Datei muss unverändert, nachvollziehbar und über die gesamte Aufbewahrungsfrist verfügbar bleiben.